06/30/2020

Wir teilen unser Wissen gern (Teil 4): Das Mitarbeitergespräch – ein altes Tool im neuen Gewand

Wie Sie durch gut geführte Gespräche mit den Mitarbeitenden mehr Begeisterung und Verbundenheit zur Unternehmensmission erzielen, weiß Anja Schröer zu berichten. Sie war als Personalleiterin in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in den Niederlanden tätig. Seit über 10 Jahren unterstützt sie Unternehmen. Ihr eigenes Erfolgsrezept: dem Bauchgefühl vertrauen und die eigenen Träume ernst nehmen, gepaart mit Sachverstand, einer Portion Mut und regelmäßiger Selbstreflexion.

Hand aufs Herz: Wie gewissenhaft führen Sie Ihre Mitarbeitergespräche? Wie begeistert sind Sie und Ihre Mitarbeitenden bei der Sache?

„Nicht ausreichend“ oder „Oh, ich möchte da gerne sehr viel mehr machen“ ist die Antwort, die ich meistens von den Führungskräften bekomme, wenn ich diese Frage stelle. „Ich rede doch mit meinen Mitarbeitenden jeden Tag.“ Oder „Das Thema ist so kompliziert.“

Können Sie für sich persönlich sehen, woran es liegt?

  • Keine Zeit?
  • Keine Energie?
  • Zu aufwändig?
  • Zu wenig Übung in der Gesprächsführung?

Wenn es Ihnen wichtig ist, mit ihren Mitarbeitenden wieder besser ins Gespräch zu kommen, habe ich für Sie gute Nachrichten: Die neue Form des Mitarbeitergespräches ist einfacher!!! Macht mehr Spaß, kostet weniger Zeit und weniger Energie. Ein leichteres Gewand sozusagen.

Das hat mehrere Gründe:

Heutzutage liegt die Betonung auf Gespräch und nicht auf Leistungsmessung, es darum wirkliche Entwicklung zu fördern und zu fordernund nicht mehr so sehr darum vergangene Leistungen zu würdigen und zukünftige Leistung irgendwie zu steigern.

Die formalen Anforderungen werden reduziert – 6 seitige Bögen gehören der Vergangenheit an – es geht eher um eine wenig formale Mitschrift des Gesagten zum Zwecke der Erinnerung.

Mehr ist weniger: die Frequenz ist deutlich erhöht das bedeutet, die Gespräche finden viel häufiger, gezielter statt – statt 1 Mal im Jahr = 1 Mal im Monat oder sogar noch häufiger, wenn die Entwicklung des Mitarbeitenden eine höhere Frequenz benötigt.

Warum das dann weniger Aufwand ist? – Weil Sie keine große Anlaufkurve oder Vorbereitung benötigen und innerlich keine großen Hürden bewältigt werden müssen. Die Gespräche sind einfach Normalität.

Die Themen sind andere: Heutzutage geht es neben der fachlichen Entwicklung um Themen wie Wohlfühlen, weiterkommen, persönliche Entwicklung, Feedback. Das bedeutet, dass Sie als Führungskraft umdenken müssen und viel mehr kommunikative Kompetenz brauchen. Bauen Sie das Erlernen dieser Kompetenz bitte dringen in ihre persönliche Entwicklung ein. Ihre Mitarbeitenden, Kollegen, Vorgesetzten, Kunden und Familien werden es Ihnen danken.

Anja Schröer für Avance Academy

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